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Transition International Queer Minorities Film Festival Vienna

Queer Diversity vom 9.-17. November 2017 
iboys.at
© TRANSITION FILM FESTIVAL
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Das Transition International Queer Minorities Film Festival Vienna präsentiert Diversität innerhalb des LGBTIQ+-Spektrums – und das schon zum 6. Mal in Folge. Das Festival bedient sich am Medium Film, um Stereotypen zu konfrontieren und sie aufzubrechen. Raum dafür gibt es dieses Jahr von 9.-17. November 2017 im Schikaneder Kino in Wien sowie an verschiedenen anderen Eventlocations.
36 Filme – darunter 21 Kurzfilme, fünf Spielfilme und zehn Dokumentarfilme aus aller Welt – hat das TRANSITION Team heuer ausgewählt. Der Fokus liegt einmal mehr auf aktivistischen Inhalten, die das gesamte „Queer Minorities Spektrum“ abbilden und Minderheiten innerhalb der LGBTIQ+ Community eine cineastische Plattform bieten. Denn: „Es braucht Minderheiten, um bestehende Klischees aufzubrechen und anderen Mut zu machen. Und es braucht Räume, Plattformen und Netzwerke, wo das geschehen kann.

Nur so kann der Weg für mehr Miteinander, Solidarität und Toleranz geebnet werden“, sagt Yavuz Kurtulmus, TRANSITION Gründer und Festival Direktor. Das Festival schafft bereits seit 2012 positiven Raum für all jene, die sich im populären Film nicht wiederfinden.



Das Filmprogramm

Eröffnen werden zwei wirklich besondere Filme: Sisak (2017) ist der erste LGBTIQ+ Stummfilm aus Indien. Er beeindruckt mit großartigen Aufnahmen aus dem schnelllebigen Bahnbetrieb von Mumbai und erzählt von einer berauschenden Romanze zwischen zwei Männern, die sich abends nach der Arbeit immer wieder im Zug begegnen.

Danach erwartet das Publikum die Dokumentation Girl Unbound: The War To Be Her (Kanada, 2016). Um Sport ausüben zu dürfen, kleidet sich Maria Toorpakai als Junge, denn in ihrem Heimatort in Pakistan herrschen die Taliban, die es Mädchen untersagen Sport auszuüben. Sie ist eine der berühmtesten Squash-Nachwuchsspielerinnen des Landes, als ihre wahre Identität entdeckt wird und sie und ihre Familie fortan mit dem Tod bedroht werden. Dieser Dokumentarfilm ist eine Ode an eine Frau, die sich gegen unbeschreibliche Gefahren behaupten muss.

Queer Refugee Kurzfilmprogramm 2.0

Wie schon letztes Jahr bildet das Queer Refugee Kurzfilmprogramm auch 2017 wieder einen Schwerpunkt des Filmfestivals. „Leider muss man sagen, dass sich die Situation kaum verbessert hat und immer noch viele Geflüchtete aufgrund ihrer Sexualität ihr Heimatland verlassen müssen. Darum haben wir uns auch heuer wieder für einen Programmteil entschieden, der einige der Geschichten dieser Menschen erzählt“, so Kurtulmus. Am Sonntag, 12. November 2017 sind ab 17 Uhr insgesamt fünf Queer Refugee Short Films im Schikaneder Kino zu sehen – zwei davon sind österreichische Produktionen.



Vielfalt unterm Regenbogen

Das TRANSITION FILM FESTIVAL trägt dazu bei, die Sichtbarkeit von Migration, Frauen*, People of Colour, Refugees, Dis/ability, Trans* und Religion zu erhöhen und den Dialog zu fördern. Die 6. Ausgabe bietet daher neben dem Queer Refugee Programm auch vielfältige Filme und entsprechende Schwerpunktabende zu Gay and Lesbian Shorts, Queer World, Queer Dis/ability und Trans* Shorts.
Das gesamte Programm mit Kurzbeschreibungen zu jedem Film ist bereits online und kann hier www.transitionfilmfestival.at/de/program-2017-de/ angesehen werden.

Side Events

Ganz getreu dem Motto „Claim Your Space“ gibt es neben dem Film- wie üblich auch ein Side-Events-Programm abseits des Schikaneder Kinos:

- Den Anfang macht die Fotoausstellung B-Project von Maja Radosavljevic. Die Vernissage findet bereits am 30. Oktober 2017, 19 Uhr im Café Willendorf (Linke Wienzeile 102, 1060 Wien) statt. Die queer-feministische Künstlerin zeigt Brüste, einen der wichtigsten weiblichen* Körperteile, in ihren vielfältigen Formen und übt damit lautstarke, queere Kritik an Mainstream-Fotografie und Gesellschaft.

- Und die „Oriental Queer Organization Austria“ lädt am 14. November 2017, 18 Uhr ins Brick5 (Fünfhausgasse 5, 1150 Wien) zu einer Podiumsdiskussion inkl. Performance und Filmvorführung zum Thema „Kampf ohne Anerkennung“, um die afrikanischen Lebensrealitäten der LGBTIQ+ Menschen besser begreiflich und insbesondere die Lage und Rolle der Frauen* im Kampf gegen Diskriminierung sichtbar zu machen.


Kartenpreise:

- Einzelticket regulär: 7 Euro
- Einzelticket ermäßigt: 6,50 Euro
- 8-er Block regulär: 49 Euro
- 8-er Block ermäßigt: 45 Euro
- Festivalpass regulär: 100 Euro
- Festivalpass ermäßigt: 93 Euro


TRANSITION FILM FESTIVAL akzeptiert den Kulturpass. Alle Infos dazu unter  www.hungeraufkunstundkultur.at.


Das Programm und alle Spielzeiten:  www.transitionfilmfestival.at/de/program-2017-de.


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