Mein neues Leben 10

schwule Geschichte

Buch 1 Kapitel 10 Finale

Das ist nun das Finale von Buch1.
Viel Spaß beim Lesen und freue mich wie immer über Feedback. Bei Interesse würde in den nächsten Tagen natürlich Buch 2 folgen.
Blitzen erleuchteten mein Zimmer im Sekundentakt und ich konnte Nicks von Zorn zerfessenes Gesicht immer wieder kurz im Spiegel der vor mir hing sehen. Der Regen prasselte laut gegen die zwei Fenster und auf die Fensterbänke.
»Na los beweg dich und setz dich auf den Stuhl!« plafte er mich an und ohne wieder Worte gehorchte ich Nick. Ich setzte mich sofort auf den Stuhl der in meinem Zimmer stand und Nick band meine Hände mit Kabelbinder an die linke Seite der Lehne zusammen und drehte anschließend die Lampe die auf Janniks Nachttisch stand auf um wieder etwas mehr Licht zu haben.
»Nick was wird das wenn es fertig ist?« fragte ich mit ruhiger Stimme um ihn nicht noch mehr zu verärgern. Ich war von mir selbst überrascht das ich keine Angst vor ihm hatte. Wahrscheinlich hatte ich durch das ganze Adrenalin das mein Körper durchströmte keine Furcht.
Und da sah ich auch schon kurz nur mehr Sterne.
Nick gab mir mit seiner rechten Faust frontal eine auf meine Nase. Der schlag war so fest das es mich fast mit dem Stuhl umwarf.
»Halt einfach deine beschissene Fresse! Zuerst verführst du Jannik und dan kündigt er mir wegen dir auch noch die Freundschaft...Jetzt reicht es mir... Ich hab doch zu dir gesagt du wirst dafür bezahlen.
Und du konntest trotzdem deine Finger einfach nicht von ihm lassen. Vielleicht... Ja vielleicht, sollte ich sie dir abschneiden. Damit du endlich die Finger von ihm lassen kannst. «
Nick wirkte einfach Realitäts fern, fanatisch und seine blauen Auge waren kalt und Seelenlos.
Ich spürte das mir das Blut von meiner Nase über meine Oberlippe lief und nahm den metallischen Geschmack auf. In seiner Rage hielt er mir ab und an sein Messer an meine Kehle und schrie mich dabei an, dann hörte er wieder auf und wirkte wieder normaler und das änderte sich alles immer so schnell das ich nie wusste wo ich gerade bei ihm stand.

Mein Handy! Ja wenn ich es erreiche, könnte ich Hilfe rufen. Dachte ich mir und versuchte es heimlich aus der Seitentasche meines Kostüms zu ziehen.
Gerade als ich es fast hatte musste es natürlich klingelte. Nick stürmte zugleich auf mich zu und nahm mein Handy aus meiner Tasche. »Oh Jannik der wundert sich bestimmt schon wo du Schwuchtel so lange bleibst« und lachte bösartig auf. Im selben Moment zerschmetterte er es auch schon an der Wand neben meinem Bett. Nick kam nach dem er mein Handy zerstört hat auf mich zu, nahm mein Gesicht am Kinn mit seinem Daumen und Zeigefinger und zischte zu mir »So ich werde dich nun los schneiden und wir gehen zusammen in den Wald hinunter und wehe du versuchst zu flüchten oder machst sonst auch nur einen kleinen Mucks dann steche ich dich sofort ab!«
Zugleich schnitt er mich mit seinem Messer vom Sessel los.
Meine beiden Handgelenke waren rot und etwas wundgescheuert von den Kabelbindern und von dem Versuch an mein Handy zu gelangen und meine Nase schmerzte vom Schlag. Beim aufstehen tropfte das But von meiner Nase herab auf dem Holzboden und hinterließen eine rote Spur darauf.

Wir gingen über die breite Seitenstiege die in den Innenhof führt hinab und da kam mir eine Idee. Ich musste doch nur schnell genug sein und durch das Bild in den Geheimengang gelangen. Dort kann ich bestimmt entkommen.
Als wir die letzten paar Stufen hinab gingen kreisten meine Gedanken nur darum das ich hoffentlich Glück habe und das Bild wenigstens von außen noch einmal auf geht.

Nur noch ein paar Meter und ein paar Stufen die mich von meiner hoffentlichen Freiheit trennten und mich entkommen lassen.
Ich riss mich so plötzlich los das ich ein paar Sekunden Vorsprung hatte bis er es realisiert hat was gerade geschehen ist war ich schon ein paar Stufen nach unten gelaufen. Doch das half mir nicht lange.
Er sprang wie ein Berserker von Stufe zu Stufe und so war es schließlich gekommen das er mich an der letzten Stufe an meinem Gürtel zu fassen bekam. Es entstand ein kurzen Gerangel mit ihm und als ich über die letzte Stufe knickste spürte ich im selben Moment einen brennenden Stich an meinem rechten Schulterblatt. »Ich sagte doch du sollst keinen Versuch unternehmen dich zu befreien. Ich werde immer schneller sein als du... IMMER« Schrie er mich an.
Mit meinem linken Ellbogen holte ich tief aus und stiß Nick seitlich in seine Flanke, ich versuchte alles um weg zu kommen und Nick blieb bei diesem Schlag kurz die Luft weg.
Jetzt sah ich meine aller letzte Chance gekommen, es waren nur noch 5 Meter bis zum Tunnel. Also sammelte ich noch einmal meine Kräfte. Ich lief humpeld los und erreichte schließlich das Bild. Schnell drückte ich den Knopf und wirklich, das Bild ging wieder auf. In meinem Inneren dankte ich Gott dafür.
Erleichterung durchströmte meinen Körper.

»Du denkst also wirklich du kannst mich fertig machen? Und mir entko....« Hörte ich noch als ich das Bild hinter mir schloss und wieder in dieser ewigen Finsternis fest saß. Doch diesesmal war die Finsternis schon fast eine Erleichterung. Einen kurzen Augenblick stand ich noch an der Wand des Bildes gelehnt und atmete erleichtert auf. Ich hatte Glück in Unglück mein Handy war zwar Schrott und nicht hier, aber ich hatte in einer kleinen Tasche an meinem Kostüm noch Knicklichter. Somit hatte ich immerhin etwas Licht für den Stollen und den langen Weg in die Freiheit. Den richtigen Weg hatte ich zum Glück noch so einigermaßen in meinem Kopf gespeichert, vom letzten Mal als ich hier gefangen war. Also knickt ich das erste Licht und ging mit meiner dumpfen Lichtquelle humpelnd in die ewige Finsternis hinein. Ich war bereits einige Ecken weit gekommen als Nick schließlich den Schalter für die Tür gefunden haben musste denn ich hörte das raunzen als sie auf und zu ging. »He Arschloch wo hast du dich versteckt?« hallte seine tiefe männliche Stimme durch die kahlen Gänge des Stollen. Ich ließ mich nicht beirren und ging einfach meinen Weg weiter und weiter.
Ab und zu hörte ich Nick noch schreien seine Stimme jedoch wurde immer leiser, er musste sich verlaufen haben den das letzte was ich von ihm hörte waren verzweifelte Hilferuf.
Mir waren seine rufe aber schlicht egal, ich wollte einfach nur entkommen.
Und nach einer dreiviertel Stunde hab ich es auch schon geschafft, ich tauchte durch den Seen in die Freiheit und war wieder aus dem Stollen entkommen.

Es war stockdunkel im freien, das Gewitter war vorüber gezogen. Nur ein dichter Nebel hing da und dort noch am Boden. Am der beleuchteten Kirchturmuhr sah ich schließlich das es mitlerweile 22 Uhr war. Erst jetzt als mein Adrenalinspiegel gesunkenen ist, spürte ich wieder denn brennenden Schmerzen an meinem Schulterblatt, ich griff auf die Stelle und merkte das mir Nick anscheinend sein Messer in den Rücken gerammt hat. Ich ergriff eine ca. 3 cm lange Stichwunde die durch das Wasser vermischt stark blutete. Doch ich wollte nicht aufgeben. Nicht jetzt wo ich Nick entkommen bin.
Ich versuchte meine Wunde behelfsmäßig mit dem Gürtel des Kostümes ab zu binden und ging weiter Richtung Internat zurück.
Mit jedem Schritt kämpfte ich mich hinkend über die holprige Straße weiter vorwärts Richtung Internat, triefend vor Nässe und mit Schmerzen am Rücken und Knöchel.

»Endlich da ist das Tor.« flüsterte ich leise vor mich hin und war wirklich erleichtert wieder hier zu sein. Ich stieg also humpelnd Stufe um Stufe über die große menschenleere Treppe hinauf in unseren Flur. Der Gang, die Stiege überall war gehnende Leere. Alle Mitschüler und Lehrer waren noch am Ball.
Mein Knöchel schmerzte bei jedem Schritt höllisch und ich war erleichtert als ich die Etage endlich erreicht habe wo mein Zimmer liegt. Ich wollte gerade um die letzte Ecke biegen, da hörte ich plötzlich ein lautes Geräusch. Dieses Geräusch ließ mich sofort zusammen zucken vor Angst. Nach all dem was gerade passiert ist zitterte mein ganzer Körper bei diesem Knall.
Ich bresste mich sofort dicht an die kalte Steinwand und sank zu Boden, ich hatte tränen in die Augen vor Panik und aus Verzweiflung Nick könnte doch entkommen sei.
Ich Atmete erst einmal tief ein »Moritz sei bitte ein letztes Mal stark.« sprach ich leise vor mich hin und wollte mir damit etwas Mut zusprechen und es wirkte wirklich ein bisschen. Doch im tiefsten inneren wusste ich wenn Nick jetzt frei gekommen ist hab ich keine Chance mehr. Mit all dem Mut den ich noch tief in mir fand blickte ich vorsichtig und ängstlich mit meinem Kopf um die Ecke des Gangs.

Erleichterung, es war Jannik.

Als er mich sah kam er sofort auf mich zugelaufen »Da bist du ja, ich hab mir schon riesen Sorgen um dich gemacht. Als ich unser Zimmer gesehen habe hab ich schon das schlimmste angenommen. Was ist passiert?« sagte er zu mir, während er weiter auf mich zu lief. Ich stand mühevoll auf, ging humpelnd um die Ecke und Jannik viel mir erleichtert um den Hals.
»Au.. Au.. bitte Schatz lass mich los! Ich erzähl es dir gleich was alles passiert ist. Aber bitte lass mich erst einmal los.
Und verarztet werden muss ich eventuell auch dringend.« Ich war wirklich unendlich froh Jannik lebendig wieder zu sehen. In diesem Moment wusste ich sofort, ich war in Sicherheit. Jannik würde mich nun beschützen falls Nick doch noch einmal auftauchen würde.
Jannik stütze mich und so gingen wir einigermaßen gut zu Frau Roux eine Frau die ursprünglich aus Frankreich kam und die an unserem Internat als Krankenschwester arbeitet. Ich erzählte Jannik nebenbei was passiert ist und er war einfach nur schockiert.
» Guten Abend Jungs! Was macht ihr hier? Wieso seit ihr... Oh Moritz was ist dir denn passiert? Warte komm setz dich erst einmal.« und die keine kleine dickliche Frau lief sofort auf uns zu und half Jannik dabei mich zu stützen.
»Lange Geschichte Frau Roux! Jannik, ich schaffe das hier schon alleine geh bitte zu Herrn Kirchner und Informieren ihn was passiert ist.« Frau Roux Verband währenddessen meine Wunde und meinte zu mir das ich dennoch ins Krankenhaus muss und rief von ihrem Schreibtisch der an der in der Mitte des Raumes stand sofort die Rettung herbei. Jannik ging währenddessen zu Herrn Kirchner und informierte ihn über den ganzen Vorfall.
Herr Mauerhofer und Herr Kirchner vom Vorfall Informiert riefen danach die Polizei und zusammen mit der Polizei suchten sie anschließend Nick im Stollen.

Ich hatte wirklich Glück.
Im Krankenhaus kam bei den Untersuchungen dan heraus das es nur eine nicht allzu tiefe Fleischwunde in der Schulter ist und dabei nichts wichtiges verletzt worden war. Der Knöchel war nur verstaucht und die Nase hat auch außer einer Prellungen nichts abbekommen. Außer das sie in ein paar Tagen in allen Farben leuchten wird.

Jannik der mit der Rettung auf meinen Wunsch hin ins Krankenhaus mit fahren durfte, Informierte schließlich meine Mama, mein Handy war ja von Nick zerstört worden. Mama wollte noch in der selben Nacht zu mir ins Krankenhaus kommen, aber Jannik überredete sie dann schließlich das es in ihrem Zustand besser wäre sich erst einmal zu beruhigen und erst am nächsten Morgen zu kommen. Denn er sein doch schließlich eh an meiner Seite und immerhin ging es mir den Umständen entsprechend gut. Mama war als sie hörte das Jannik bei mir ist etwas beruhigter und so kam sie erst am nächsten Morgen.
Und nach einer Nacht durfte ich das Krankenhaus auch schon wieder verlassen.


Nick musste ich zum Glück nicht mehr sehen, er wurde sofort der Schule verwiesen und hatte eine Strafanzeige am Hals.
Ich jedoch wollte ihn dann nicht auch noch zivilrechtlich anzeigen, es wollten mich zwar alle um mich herum überzeugen aber mir tat Nick eigentlich einfach nur leid.
Denn Nick war nun derjenige der nicht nur Jannik für immer verloren hat nein auch sein Leben hat er an diesem Abend auf den Müll geworfen.




Die Wochen seit Halloween verstrichen und die Bäume verloren auch noch ihr letztes buntes Laub. Weihnachten stand vor der Tür und unser erster Jahrestag somit auch.
Wir saßen gerade nebeneinander auf meinem Bett »Du Schatz ich freue mich schon auf die Ferien.« sagte ich zu Jannik.
»Ja ich freu mich auch schon. Einmal noch schlafen und dan holen uns deine Eltern auch schon.
Das erste Weihnachten zusammen... mit dir! Ich freue mich schon so sehr.« Jannik sah mir dabei ganz verliebt in meine Augen, legte seinen Kopf dann auf meine Schulter und seine Hand auf meinen Oberschenkeln und ich genos seine Nähe.

Um 22 Uhr ging wie jeden Abend die Zimmertür auf und Herr Kirchner sagte zu uns »So Jungs eine wunderschöne gute Nacht wünsche ich euch und schöne Ferien. Und nicht vergessen in einer halben Stunde...Licht aus.« Wir lagen nun nebeneinander gekuschelt und küssten uns leidenschaftlich. Janniks Mund war einfach zum küssen geschaffen und in seinen blauen Augen könnte ich mich für immer verlieren.
Jannik drehte mich dann auf den Rücken und stieg mit seinem linken Bein über meine Hüfte, setzte sich auf mich und küsste mich wieder leidenschaftlich.
Ich unterbrach nach einigen Minuten unseren innigen Kuss und zog Jannik sein weißes Ramones T-Shirt über seinen Kopf und zu Vorschein kam sein stählerner Oberkörper. Ich schmiss sein T-shirt zu Boden, richtete meinen Oberkörper auf schlang meine Arme um seine Taille und fing an ihn seitlich an den Hals zu küssen und am Ohrläppchen zu knappern.
Bei jeder Berührung von Jannik war ich einfach nur froh.

Froh gesund neben ihm zu sein, froh das alles vorbei ist und froh so einen tollen Freund wie Jannik zu haben.
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Kommentare (2)
  • Ich weiß: die Wenigsten lassen ein Feedback da 😔 Also mir gefällt die Geschichte sehr gut, von Spannung bis zum Kribbeln... alles dabei. Würde mich freuen, wenn du auch das "Buch 2" nach und nach veröffentlichen würdest! Also mein Lob und bitte weiter so! 😃

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  • Wider gut geschrieben die Geschichte Die erste Version war schon gut Die ist besser zu lesen grins

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