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World War Z

Filmstart: 28. Juni 2013 
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Die letzten Tage der Menschheit? Brad Pitt und Regisseur Marc Forster (Monster's Ball, Ein Quantum Trost) erfinden das Untoten-Genre neu: Ein Zombie-Virus-Outbreak stürzt die Welt, wie wir sie kennen, ins totale Chaos. Realistische Endzeitstimmung und rasante Hochspannung in 3D.
Sie kommen. Gerry Lane (Brad Pitt) hat als ehemaliger UNO-Mitarbeiter schon einiges erlebt, hat Einsätze in Krisenherden in Afrika und Bosnien mit heiler Haut überstanden. Doch all das war nichts im Vergleich zu dem, was ihm nun bevorsteht. Für Gerry beginnt der Anfang vom Rest seines Lebens mit einem Verkehrskollaps, in dessen Mitte er sich mit seiner Familie im Auto wiederfindet. Alles andere als ein harmloser Stau, das wird Gerry schnell klar. Es ist der Beginn der Zombie-Apokalypse, vielleicht der Anfang vom Ende jeglichen menschlichen Lebens auf diesem Planeten. Der Globus wird von einer beispiellosen Pandemie überrollt, wie sie selbst in Zeiten von Schweinegrippe- und Hühnerhusten-Hysterie niemand für möglich gehalten hätte: Ein Zombie-Virus hat die Menschheit erfasst. Einmal infiziert, verwandelt sich Homo sapiens binnen Sekunden in eine rasende, sabbernde, beißwütige Fressmaschine. Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder werden zur tödlichen Bedrohung, einmal gebissen bleibt nichts Menschliches zurück. Praktisch zeitgleich wird von Outbreaks auf der ganzen Welt berichtet, die Ärzte sind machtlos, das Militär mit der Errichtung von Schutzzonen und der Rettung von Nicht-Infizierten heillos überfordert. Die Prognosen sind düster: 90 Tage, dann ist das Leben, wie wir es kennen, vorbei.

Patient Zero. Gerry Lane und seine Familie, Ehefrau Karen (Mireille Enos, TV-Serie The Killing) und die beiden Mädchen, sind vorerst gerettet, Zuflucht bietet ein US-Flugzeugträger auf hoher See. Doch Gerry muss zurück an die Front, mitten hinein ins Krisengebiet. Mit seiner Erfahrung, so die Hoffnung seines ehemaligen Kollegen bei der UNO (Fana Mokoena), kann er einem Virologen (Eyles Gabel) helfen, den Ursprung der Ausbruchs aufspüren, Patient Zero, den allerersten Infizierten. Es wäre ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer möglichen Bekämpfung der Seuche. Südkorea, Jerusalem - Gerry und sein Team müssen dorthin, wo schon jede Hoffnung auf menschliches Überleben verloren scheint. Nur schwer bewaffnet, mit militärischer Unterstützung, ist überhaupt daran zu denken, sich außerhalb von gesicherten Zonen zu bewegen. Doch auch hohe Mauern und Dauerfeuer aus allen Rohren bieten nicht immer ausreichend Schutz gegen die Schwärme von unkontrollierbaren Zombies, die wie Ameisen auf Speed alles überrennen. Ob im Helikopter oder Flugzeug - vor den Beißern man ist nirgendwo wirklich sicher.

Ausnahmezustand. Politische Hilflosigkeit, Kurzsichtigkeit und fatale Überforderung im Zeichen eines nie gekannten globalen Desasters: 2006 hat Max Brooks mit World War Z - An Oral History of the Zombie War, sozusagen ein fiktiver Tatsachenroman, der anhand von Interviews mit Überlebenden den zehnjährigen Zombie-Krieg in all seinen unvorstellbaren Ausmaßen und erschütternden Details schildert, für Aufsehen gesorgt. Nun liegt die selbst von Krisen nicht gänzlich verschonte Verfilmung - nach einer Erstfassung entschied man sich für umfangreiche Nachdrehs - vor: Der Roman wurde von einem mehr als fähigen Autorenteam rund um Matthew Michael Carnahan (State of Play) und Damon Lindelof (Lost, Star Trek Into Darkness) in ein hochspannendes Drehbuch verwandelt, Brad Pitt ist Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion, gedreht wurde mit Riesen-Budget unter anderem auf Malta, in Budapest und Glasgow. Regie führt der Bond-erprobte Schweizer Marc Forster, der Wert darauf legt, dass bei World War Z der Umgang mit einer internationalen Krisensituation, mit der möglichen Apokalypse im Vordergrund steht, auf sonst genretypische, genüsslich zelebrierte blutige Zombie-Gemetzel wurde daher absichtlich verzichtet.
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Drama, Thriller. USA 2013. 116 Minuten.

Regie: Marc Forster
Mit: Brad Pitt, Daniella Kertesz
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