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Warum muss ich mich überhaupt outen?

Coming Out

iBoys Magazin ©Shutterstock
Wenn du merkst, dass du schwul bist, willst du dich damit nicht verstecken. Aber mit anderen drüber reden? Dazu braucht es Mut und Selbstbewusstsein. Wer sich endlich traut, ist fast immer erleichtert, stolz und froh.
Es kann passieren, dass dein Freundeskreis nach dem Outing kleiner wird. Denn: Manche Menschen fühlen sich von Homosexualität verunsichert. Gleichzeitig wirst du neue Freunde finden. Das macht dich selbstbewusster. Mach dich mit den Fakten über Homo- und Bisexualität vertraut! Bevor du anderen sagst, dass du schwul oder bi bist, solltest du dir über folgende Facts klar werden: » Schwul oder bisexuell zu sein ist weder krank, noch pervers, weder gut noch schlecht - Es ist einfach so! » Niemand kann zur Homo- oder Bisexualität gedrängt oder erzogen werden! » Genausowenig kann man sich Homosexualität "abtrainieren"! » Jeder Mensch ist wie er ist! Niemand sucht sich seine sexuelle Orientierung aus! » Schwul oder bisexuell zu sein, ist keine Seltenheit. Etwa jeder zehnte Mensch ist homo- oder bisexuell. Sprich mit anderen Homo- oder Bisexuellen! Vor dir haben sich schon viele geoutet. Sie kennen deine Angst vor der Reaktion der anderen aus eigener Erfahrung. Diese Erfahrungen können dir nützlich sein. Such den Kontakt zu anderen Schwulen oder Bisexuellen! Am einfachsten geht das übers Internet. Dort bieten Schwulen- oder Lesbengruppen kostenlos und anonym Infos und Beratung an. Und du bekommst Tipps und Unterstützung für dein Coming Out.
Oute dich so früh wie möglich! Seine Homo- oder Bisexualität zu verheimlichen, kostet jede Menge Kraft. Wenn du dich also in einer Clique, einer Klasse oder einem Verein wohl fühlst, kann es viel leichter für dich sein, wenn du dich outest, anstatt deine sexuelle Orientierung mühsam zu verbergen. So kannst du häufig verhindern, dass du deshalb gedisst oder diskriminiert wirst. Nimm dir Zeit für ernsthafte Gespräche! Bevor du einem Menschen sagst, dass du homo- oder bisexuell bist, frag dich, ob du dich in seiner Gegenwart wohl fühlst, ob euch etwas verbindet und warum es dir wichtig ist, es gerade diesem Menschen zu erzählen. Denn: Nicht jeder muss wissen, dass du homosexuell bist. Wenn du dich entschieden hast, dich ihm gegenüber zu outen, dann sorg dafür, dass ihr genügend Zeit habt für ein ernsthaftes Gespräch.
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Kommentare (6)
  • TheGaming hast du voll recht

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  • denke nicht das man sich unbedingt outen muss

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  • so ein blödsinn. Man(n) muss sich nicht outen. Heteros outen sich auch nicht und sagen, sie schlafen jetzt mir Frauen. MAN muss gar nichts!!!

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  • Mann muss es nicht als soziale Norm oder so. Aber individuell ist es meistens so dass das Verschweigen bzw. auch abstreiten in bestimmten Situationen viel Kraft kostet. Und da die Sexualität durchaus auch persönlichkeitsstiftende Wirkung hat kann dass Zurückhalten am Selbstwertkonzept kratzen weil man seinem Selbstkonzept, aus welchen Gründen auch immer, dadurch keine soziale Realität verschafft.

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  • Uns sollte es egal sein, LGBTQ oder Hetero? Sei Mensch, sei du selbst und darum geht es! Vielen können nicht "ICH" sein, ich bin MMA Fighter und verstecke mich. Bin aber ansonsten komplett geoutet... Wie? Ich bin einfach Piet, ein Typ der random Twerkt haha. - Man sieht es mir an, also meine Sexualität. Trotzdem gibt es die Ausnahme beim Sport, na gut. Möchte aber auch nicht groß quatschen, sondern Kämpfen ^^

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  • Hoi! Ich halte nicht so viel von einem 'Outing', zumal es auch ein sogenannter 'Hetero' ebenfalls nicht nötig hat oder es tun müsste. Wenn ich 'Normalität' möchte, dann sollte ich mich auch nicht von anderen abgrenzen oder 'selektieren', was ich absolut in dem Moment tue, wenn ich mich z. B. als Homosexueller oute. Outing ist in dieser Hinsicht immer eine Art Hilferuf oder ein 'Guckt-auf Mich' - Einforderungsmittel. Meine Sexualität geht im übrigen niemanden etwas an und wenn das Gespräch darauf kommt, dann kann ich ganz genau antworten, wie ich drauf bin oder was ich im Moment gerne hätte oder nicht hätte. Dann hab ich in meinen, ja schon mehreren Lebensjahren, beobachtet, dass Geoutete sich dann auch gleichzeitig den 'Rückweg' verbauen, indem Sie nun nach dem 'Schwul- oder Lesbisch'- Pfaden leben : Nur noch Schwulenchats, nur noch Schwulenkneipen, usw., was auch oft eine Klischee- oder Kunstwelt darstellt, sich dann Verhaltensmuster draufschaffen, ohne es zu merken, und immer 'incompatibler' werden können zur Allgemeinheit. Ich finde: Niemand muß und sollte sich wegen seiner Sexualität absondern, selektieren, abgrenzen oder ein schlechtes Gewissen haben müssen, womöglich unehrlich zu oder mit anderen zu sein, NUR weil die von irgendetwas nicht wüßten! Wenn jemand nachfragt kann man ja ehrlich antworten, z. B. : "Och Muddi....eigentlich interessier ich mich im Moment nicht so für Mädchen, hätte eigentlich mehr Bock auf nen Freund. Geht mir halt grad so...Problem damit?" Wenn mich persönlich jemand fragen würde, würde ich antworten : "Kommt drauf an, was und wer da kommt und mich entsprechend 'toucht'!" Also... für mich ist dieses "Ehrlichkeitsouting, damit es MIR gut geht" völlig überflüssig!

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