Coming Out Stories

Schwule Geschichten von Jungs für Jungs. Erzählt eure Coming-Out Story und gebt hilfreiche Tips.

Es war eine tolle Zeit!

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Im Sommer ging ich mit meiner Freundin häufig ins Schwimmbad. Ja, du hast richtig gelesen: mit meiner Freundin. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich noch, heterosexuell zu sein. Ich hatte eine Freundin und ich mochte sie sehr. Aber in eben diesem Sommer fielen mir im Schwimmbad vor allem die süßen Jungs auf, die durch die Gegend liefen. Ich konnte einfach nicht wegsehen. Die Welt schien in diesem Sommer ganz anders zu sein, als ich sie bisher kannte. Es schien, als gäbe es nur noch Kerle auf dieser Welt und ich mochte den Gedanken. Trotzdem verunsicherte er mich. Meine Freundin schien das zu spüren, unsere Beziehung zerbrach mit der Zeit.

Langsam fing ich an zu realisieren, was da passierte. Ich musste mir wohl eingestehen, dass ich schwul bin. Ich fand das nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Ich konnte mich sehr schnell an den Gedanken gewöhnen.

Natürlich möchte man als schwuler 16-Jähriger andere schwule Jugendliche treffen und auch Sex haben. Ich fand diese Jugendlichen im Internet auf einer Chatseite, einer meiner neuen virtuellen Freunde gefiel mir besonders. Ich konnte nicht genug von ihm kriegen und genoss die Zeit, die wir gemeinsam im Chat verbrachten. Aber bald reichte mir das nicht mehr: Ich wollte ihn treffen. Es stellte sich heraus, dass er ganz bei mir in der Nähe wohnte. Schicksal? Wir trafen uns, es war unglaublich. Er gab mir das gute Gefühl, das ich immer gesucht hatte.

Wir trafen uns immer öfter, telefonierten fast jeden Tag und ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Allmählich sprachen wir auch über das Thema Sex. Wir trafen uns eines Abends bei ihm, seine Eltern waren nicht zu Hause, um es langsam anzugehen. Er war total süß, richtete die Wohnung her und tat alles, damit ich mich bei ihm wohl fühlte. Ich ließ mich einfach fallen, es war wunderschön. Ich wollte, dass diese Zeit niemals endet. Aber unsere Beziehung dauerte nur wenige Wochen. Er hatte mir verschwiegen, dass seine Eltern aus beruflichen Gründen wegziehen mussten.

Wir telefonierten am Anfang noch täglich, trafen uns manchmal an den Wochenenden. Doch der Kontakt wurde immer weniger, bis wir uns letztlich gar nicht mehr sahen und kaum noch miteinander telefonierten. Unser letztes Gespräch ist nun fast drei Monate her. Trotzdem: Es war schön. Und ich hoffe, dass ich so eine schöne Zeit noch einmal erleben werde.

  • Etwas traurig, Du findest sicher wieder jemand und ich wünsche Dir dass es länger hält!