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Wie sage ich es meinen Eltern?

Coming Out 
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Nur Freunde oder ist da mehr? Steht der Sohn nicht auf Frauen brauchen Eltern oft eine Weile, um damit klar zu kommen.
Für die meisten Schwulen ist es am schwierigsten, sich den Eltern zu outen. Manchmal ist es gar nicht nötig, manchmal kriegen sie auch so schon etwas mit. Mütter haben oft ein Gefühl dafür, was in ihrem Kind los ist. In anderen Fällen fallen sie aus allen Wolken und sind erst mal erschüttert. Klar: Sie haben ein Bild, was ihr Kind so für ein Leben haben sollte – und dann ist es erst mal gewöhnungsbedürftig, zu sehen, dass ihr Kind diesem Bild vielleicht nicht entspricht.

Auf jeden Fall ist es gut, wenn die Eltern es wissen. Sie waren bei Deinem Leben von Anfang an dabei, sie haben Dich gewickelt und gefüttert, Dir die Tränen getrocknet und sich über Dein Lachen gefreut. Wenn Du ihnen sagst, dass Du ihre Unterstützung brauchst, werden sie Dich auch hier nicht allein lassen.
Das Gute ist: Meist kannst Du den Zeitpunkt des Coming-Outs wählen. Es ist besser, es den Eltern positiv zu präsentieren – am besten, wenn Du frisch verliebt bist. "Mir geht es super, ich bin schwul!", ist auch für Dich viel besser als ein "Alles ist scheiße. Ich bin schwul!"

Manche Eltern machen eh kein Drama draus – wenn sie schwule Bekannte haben, wenn es bei Euch zuhause ein normales Thema ist. Und wenn sie noch etwas Zeit brauchen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, bleib geduldig: Du hast ja auch eine Weile gebraucht, bis es sich für Dich richtig angefühlt hat.
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