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Teenage Angst

Coming of Age 
iboys.at
© Salzgeber
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Stürmer, Dyrbusch, Bogatsch und von Leibnitz sind Sprösslinge reicher Familien. Und sie fühlen sich irgendwie in das malerisch gelegene Eliteinternat abgeschoben - »am Arsch der Welt«.
Die Eltern wollen, dass es ihre Söhne einmal zu etwas bringen. Von den Erziehern unbemerkt ziehen sich die Jungs allabendlich in eine abgelegene, kleine Datscha zurück: dort saufen sie sich in aller Heimlichkeit Mut an, treiben pubertäre Spielchen und überlegen, wie sie der Fadesse des Internats entkommen können.

Doch die homoerotische Fluchtwelt reicht ihnen bald nicht mehr. Im Kopf des sadistischen Dyrbusch entsteht eine menschenverachtende Idee: sie wollen die Kellnerin Vaneszka vergewaltigen. Doch der etwas weltfremde Leibnitz spielt da nicht mit. Und nun nehmen Dyrbusch und der brutale Bogatsch zusammen den sensiblen Außenseiter ins Visier, foltern ihn unentwegt. Stürmer hat nicht den Mut, Leibnitz gegen die anderen zu helfen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Gewalt eskaliert.

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„Teenage Angst“ ist der vierte Film von Thomas Stuber und trotz der knappen Spielzeit von etwas mehr als 60 Minuten sein bisher längster. Wäre das Drama in der typischen Spielfilmlänge von eineinhalb Stunden daher gekommen, hätte es seine jetzige Stimmigkeit wohl eingebüßt.

Im Zentrum steht die zerstörerische Gruppendynamik innerhalb einer Clique von Internatsschülern, wobei das Kunststück gelingt, den Zuschauer aufzuwühlen und zu schockieren, ohne zur Pseudo-Veranstaltung zu verkommen (auch wenn dem Film genau das viele vorwerfen). Das schafft Stuber mit einer stringenten Inszenierung, unverkrampft aufspielenden Nachwuchsdarstellern und den Verzicht auf eine zu Ende deklinierte, vorgefertigte Erklärung für das Geschehen – erst recht auf eine mit erhobenem Zeigefinger.

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