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Schwules Paar auf der Autobahn aus Uber geschmissen

Wegen einem Kuss 
iboys.at
© Christopher Sadowski
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Im US-Bundesstaat Texas ist ein schwules Paar aus einem Uber-Fahrzeug geschmissen worden, weil es sich geküsst hatte.
Der 28-Jährige Randall Magill und sein zwei Jahre jüngerer Freund Jose Chavez waren gerade auf dem Weg von einer Party bei einem Freund nach Hause. Dabei feierten sie ihre Verlobung nach: Kurz zuvor haben sie bei einem Urlaub in der Dominikanischen Republik ihren Wunsch zu heiraten bestätigt. Die beiden jungen Männer beteuern, sie haben sich nur einen kurzen Kuss gegeben, als sich der Fahrer des Autos empörte. Er forderte das Paar auf, den Wagen sofort zu verlassen.

Magill protestierte beim Fahrer gegen den Rauswurf. Er und sein Verlobter hätten nichts getan, was diese Reaktion rechtfertige: „Ich habe nichts getan, was ich nicht auch in der Öffentlichkeit getan hätte. Ich werde mich oder meinen Verlobten nie in Verlegenheit bringen“, erklärte er dem lokalen Fernsehsender KSAT: Sie seien in einem Minivan mit getrennten Sitzen gefahren und wollten nur ihre Zuneigung zeigen.

„Er hat uns mitten auf der Autobahn rausgeschmissen“

Doch letztendlich wollte das schwule Paar nicht mit dem Fahrer streiten und verließ den Wagen gegen 4.00 Uhr früh – mitten im Nirgendwo: „Er hat uns mitten auf der Autobahn rausgeschmissen, nicht auf einem sicheren Platz oder so, direkt neben der Schallschutzmauer“, ärgert sich Magill. Das Paar musste unter eine Brücke durchgehen und ein anderes Uber rufen, um nach Hause zu kommen.

Bis jetzt hatte er immer gute Erfahrungen mit Uber: „Jeder, mit dem ich immer gefahren bin, war sehr nett und respektvoll. Sogar diejenigen, bei denen ich gesehen habe, dass sie nicht wohlgefühlt haben, wenn sie uns mitgenommen haben, waren sehr respektvoll.“ Doch nun habe sich seine Meinung geändert. „Ich werde sie nie wieder nutzen“, sagt er empört.

Wie es mit dem Fahrer weitergeht, ist unklar. Ein Sprecher von Uber hat gegenüber KSAT nur bestätigt, dass der Fahrer und der Kunde den Vorfall berichtet hätten.



Nicht das erste Problem, das Lesben und Schwule mit Uber hatten

Es ist nicht das erste Mal, dass Uber-Kunden die Homophobie der Fahrer spüren mussten: So wurden bereits im Juni 2017 zwei Männer in San Francisco aus einem Uber geworfen, nachdem sie sich geküsst und ihre Liebe geschworen hatten. Der Fahrer nannte sie „ekelerregend“ und sagte, dass „Schwuchteln in der Hölle verrotten sollten“.

Im Jahr 2016 hat in London ein Fahrer versucht, ein lesbisches Paar aus seinem Auto zu werfen, nachdem es sich geküsst hatte. Der Mann wurde anschließend suspendiert.
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