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Mama, ich bin schwul

Jugendliche und ihr Coming-out 
iboys.at
© NDR
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Elias ist 16 und hat immer davon geträumt, irgendwann mal zu heiraten und Kinder zu haben. Bis ihm auffiel, dass er sich nie wie andere Jungen in seiner Klasse für Mädchen interessierte. Es folgte eine schwere Zeit.
Schwul - das war in seiner Schule ein Schimpfwort. Schwuchtel, so wurden Jungs beschimpft, die man beleidigen wollte. Irgendwann wurde ihm klar, was los war, und dann kam der zweite Schritt: sich den Eltern zu offenbaren, den Klassenkameraden, den Freunden. Elias' Eltern reagierten gelassen: Sie hatten sich das schon gedacht. Aber es gibt auch Eltern, die panisch reagieren, aus Scham und aus Angst, Nachbarn, Freunde, Verwandte würden nun mit dem Finger auf sie zeigen.

Rita Knobel-Ulrich hat homosexuelle Jungen und Mädchen und deren Eltern aufgesucht und nachgefragt: War es schwer zu sagen: Mama, ich bin schwul? Haben sie sich mit Schuldgefühlen herumgeplagt, nicht so zu sein wie alle? Wie kommen sie damit zurecht, zu wissen, dass die Eltern sich eine andere Zukunft für ihr Kind vorgestellt haben?

Und wie war das Ganze für die Eltern? Wie ist es, zu erfahren, der Sohn ist schwul, die Tochter lesbisch? Wie reagiert die Umwelt? Was passiert, wenn die Familie kirchlich engagiert ist? Gerät man moralisch unter Druck? Wie geht man mit der Angst um, das eigene Kind oder man selber könnte nun diskriminiert werden?

Offen sprechen Eltern und Kinder darüber, was zu Hause los war, als es hieß: Mama, ich bin schwul oder Mama, ich bin lesbisch.
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