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Kill your Darlings

Daniel Radcliffe als Allen Ginsberg 
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Allen Ginsberg (Daniel Radcliffe, l)© Koch Media
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Ab Donnerstag im Kino: "Kill Your Darlings" ist eine aufregende Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Thriller. Daniel Radcliffe kann sich eindrucksvoll vom "Harry Potter"-Image befreien.
Regisseur John Krokidas erzählt in dem auf Tatsachen beruhenden Thriller von tödlichen emotionalen Verstrickungen, in die Ginsberg als Teenager gemeinsam mit später ebenfalls weltbekannten Freunden gerät - und Radcliffe fasziniert mit einer spannenden Charakterstudie.

Mit seiner Rolle als Allen Ginsberg zeigt sich Daniel Radcliffe als sensibler Schauspieler, der keine großen Effekte braucht, um eine starke Wirkung zu erzielen. Die packende Geschichte beginnt damit, dass sich der junge Ginsberg 1944 von seinen Eltern (David Cross und Jennifer Jason Leigh) abnabelt. Er geht zum Literaturstudium an die New Yorker Columbia Universität. Durch seinen rebellischen Kommilitonen Lucien Carr (Dane DeHaan) kommt er in den Diskussionszirkel des Ex-Professors David Kammerer (Michael C. Hall) und damit in eine ihm bisher fremde Welt geistiger Freiheit.

Gemeinsam mit dem späteren „Naked Lunch“-Autor William S. Burroughs (Ben Foster) und dem künftigen „On the Road“-Schreiber Jack Kerouac (Jack Huston) verbindet Ginsberg bald jedoch mehr als die Liebe zur Literatur. Die in den 1950er Jahren als wichtigste Vertreter der sogenannten Beat Generation in die Literaturgeschichte eingehenden Freunde geraten in einen Strudel nicht zu beherrschender emotionaler und sexueller Begierden. Das geradezu teuflische Netz der Leidenschaften wird erst durch eine blutige Tat zerrissen.

Dank seiner Natürlichkeit wird Daniel Radcliffe für das Publikum sofort zur Identifikationsfigur. Seine Präsenz fesselt auch Zuschauer, die der Literaturhistorie fern stehen. Radcliffe schafft es mit wenigen Szenen, die Erinnerung an seine Interpretation des kindlichen und jugendlichen Helden Harry Potter zu verbannen. Man glaubt ihm sofort den etwas scheuen, noch unsicheren jungen Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als ein großer Dichter zu werden.
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