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Freistatt

Ab 10. November 2015 auf DVD 
iboys.at
© Salzgeber
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Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater.
Sommer 1968: Studentenunruhen, Vietnamkriegsproteste, Rolling Stones, Schlaghosen,
Mini-Röcke, sexuelle Revolution… Während Deutschland in eine neue Ära der Freiheit
aufbricht, wird der 14-jährige rebellische Wolfgang (Louis Hofmann), gegen den Willen
seiner Mutter Ingrid (Katharina Lorenz), vom eifersüchtigen Stiefvater Heinz (Uwe
Bohm) in die Diakonie FREISTATT, ein entlegenes Fürsorgeheim für schwer Erziehbare,
abgeschoben. Der anfangs freundliche Hausvater und Hobbygärtner Brockmann
(Alexander Held), der einen anständigen Jungen aus ihm machen will, steht einem
Erziehungsheim vor, das sich als eine Bewahranstalt mit harten Regeln, merkwürdigen
Hierarchien (die neuen Autoritäten müssen als Oberbruder oder Bruder angesprochen
werden) erweist und anstelle einer Ausbildung muss Wolfgang harte Zwangsarbeit im
Moor leisten.

Wolfgang will sich nicht unterkriegen lassen, doch als er sich gegen den prügelnden
Oberbruder Wilde (Stephan Grossmann) auflehnt, muss er schmerzlich lernen, dass
die anderen Jungen, angeführt von Bernd (Enno Trebs) in einem von Zwietracht und
Gewalt beherrschten Alltag, keineswegs an seiner Seite stehen. Einzig Erzieher Krapp
(Max Riemelt) scheint um Milde und eine Form von Freundschaft bemüht. Der sensible
afrodeutsche Zögling Anton (Langston Uibel) wird Wolfgangs bester Freund. Als
Wolfgang es wagt, zarte Bande zu Brockmanns Tochter Angelika (Anna Bullard) zu
knüpfen, verschärft sich das Ausmaß der psychischen und körperlichen Gewalt, die der Hausvater gegen ihn einsetzt. Tapfer leistet Wolfgang Widerstand.

Als Reaktion auf eine Strafmaßnahme entsteht Solidarität zwischen den Jungen und
es kommt zum offenen Aufstand. Doch der Preis für ihren Sieg ist groß. An Heiligabend
kulminieren die Ereignisse und Schockierendes in der Diakonie wird offenbar. Wolfgang
erkennt, dass er allmählich selbst zu verrohen droht: Er muss raus aus dieser Hölle!
Wolfgang schlägt sich den Weg frei und flüchtet mit Anton durch das gefrorene Moor.
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