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ESC 2019 - 2. Halbfinale

16.05.2019 um 21:00 Uhr 
iboys.at
© ESC
Der 64. Eurovision Song Contest soll vom 14. bis zum 18. Mai 2019 im Tel Aviv Convention Center in der israelischen Stadt Tel Aviv stattfinden, nachdem Netta mit dem Lied Toy für Israel den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon gewann.

2. Halbfinale (Startreihenfolge)

1. Armenien

Die armenische Sängerin Srbuk wird ihre Heimat beim 64. Eurovision Song Contest in Tel Aviv vertreten. Während die ESC-Fangemeinde der ersten Vorentscheidung des aktuellen Song-Contest-Jahrgangs in Albanien entgegenfiebert, hat die Kaukasusrepublik ihre Entscheidung bereits intern getroffen. In der populären Late-Night-Show "Lav Yereko" (Guter Abend) stellten die beiden Moderatoren Aram Mp3(Kandidat Armeniens 2014 in Kopenhagen mit dem Titel "Not Alone") und Garik Papoyan, der als Co-Autor des Beitrags mit dabei war, die Künstlerin als armenische Hoffnung für Tel Aviv vor. Srbuk geht mit dem Titel "Walking Out" an den Start.


2. Irland

Nach zuletzt drei Sängern wird in Tel Aviv wieder eine Frau für Irland an den Start gehen. Die 25-jährige Sarah McTernan tritt mit dem Liebeslied "22" in die großen Fußstapfen von Linda Martin und Niamh Kavanagh, die mit "Why Me?" und "In Your Eyes" in den 90er-Jahren den ESC gewannen. Doch die Ansprüche beim ESC-Rekordsieger sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Nach vier verpassten Finalteilnahmen freuten sich die irischen Fans 2018 in Lissabon über den starken Auftritt von Ryan O'Shaughnessy, der mit seiner Ballade "Together" auf einem guten 16. Platz landete. Auch für Sarah McTernan ist der Einzug ins Finale das erklärte Ziel.


3. Moldau

Die moldauische Sängerin Anna Odobescu tritt in Tel Aviv in große Fußstapfen, denn die kleine Republik Moldau war in den vergangenen beiden Jahren beim ESC überaus erfolgreich. "Das ist ein sehr wichtiger Schritt in meinem Leben", sagt Odobescu nach dem sie den moldauischen Vorentscheid "O Melodie pentru Europa" gewann. "Ich werde alles dafür tun, mein Land mit Würde zu vertreten."


4. Schweiz

Es wirkt wie im Wilden Westen, wenn Luca Hänni am Anfang des offiziellen Videos zu "She Got Me" mit Cowboy-Hut in einer Bar sitzt. Das Lied, das in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Komponisten in einem Schweizer Songwriting-Camp entstand, ähnelt aber nicht einmal im Ansatz einem Countrysong. Denn mit seinen Up-Tempo-Rhythmen ist das Lied mehr im Dance-Pop einzuordnen. "Mit meinem ESC-Song 'She Got Me', möchte ich die pure Lebensfreude und die Leidenschaft zu Tanz und Musik mit dem ganzen Publikum teilen", verkündet der 24-Jährige.


5. Lettland

Das Indie-Popduo Carousel hat die fünfte Staffel des lettischen Vorentscheidungsformats "Supernova" mit dem Titel "That Night" gewonnen und vertritt damit sein Land beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv. Sängerin Sabīne Žuga und Gitarrist Mārcis Vasiļevskis stehen seit 2015 zusammen auf der Bühne. Einer breiten Öffentlichkeit wurden sie allerdings erst Ende 2018 durch einen Auftritt bei der Konzertshow "Pasaka ziemā" bekannt. Ihr ESC-Beitrag, den beide gemeinsam geschrieben haben, handelt von einer Frau, die miterlebt, wie der Mann an ihrer Seite einen Menschen erschießt und anschließend mit ihr gemeinsam in eine ungewisse Zukunft fährt.


6. Rumänien

Mit dem Titel "On A Sunday" ist Ester Peony als Überraschungssiegerin aus der rumänischen Vorentscheidung Selecția Națională hervorgegangen. Vier der sechs Juroren - darunter ESC-Siegerin Emmelie de Forest - gaben ihrer bluesigen Ballade über eine gescheiterte Liebesbeziehung die Höchstpunktzahl, und verschafften so der als Ester Alexandra Crețu geborenen Sängerin das Ticket nach Tel Aviv. Die Interpretin, die ihre Kindheit in Kanada verbrachte, schrieb den Song gemeinsam mit Alexandru Șerbu, der Text stammt von Ioana Victoria Badea.


7. Dänemark

Kinderlied oder charmanter Popsong - an Leonoras Beitrag "Love Is Forever" für den Eurovision Song Contest in Israel scheiden sich die Meinungen der Kommentatoren und Fans. Das könnte auch an der Inszenierung auf der Bühne liegen: Die 20-Jährige aus Dänemark sitzt auf einem XXL-Stuhl, wie ein Kleinkind auf einem viel zu großen Möbelstück, dessen Füße nicht auf dem Boden ankommen. Da lässt es sich prima mit den Beinen hin und her schaukeln - und ganz kindgerecht und unverfänglich über die Liebe singen. "Love Is Forever" klingt ein bisschen wie die Musik eines Werbespots - wie eine Ballade, die auf den Mainstream-Geschmack abzielt. Bei den hohen Lagen der Gesangsparts kommt Leonora stimmlich an ihre Grenzen. Die gezupften Streichinstrumenten als ständig wiederkehrendes Element nerven ein wenig und erinnern an "Lemon Tree" von Foolsgarden.


8. Schweden

Mit Start-Ziel-Siegen kennt sich John Lundvik aus - schon als Sprinter hat er den einen oder anderen Sieg in der Leichtathletik eingeheimst. Der 36-Jährige geht mit "Too Late For Love" beim Melodifestivalen 2019 als Favorit ins Rennen und erreicht dort direkt nach der Vorrunde - also ohne "Hoffnungslauf" - das Finale am 9. März. Das Ergebnis ist mehr als eindeutig: Alle acht internationalen Jurys vergeben zwölf Punkte an den Sänger - ein bisher einmaliges Ereignis beim schwedischen Vorentscheid. Und auch beim Publikum liegt er klar vorn, ein überlegener Sieg auf ganzer Linie. "Es ist großartig, ich bin so dankbar", schwärmt John Lundvik im Anschluss. Jetzt geht er mit großen Hoffnungen für Schweden beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv an den Start. Die erste Hürde lautet dort: Halbfinale. Er tritt im zweiten Semifinal am 16. Mai an.


9. Österreich

Österreich setzt beim Eurovision Song Contest in Israel auf die Sängerin Paenda. Das gab der Sender ORF bekannt, der intern diese Wahl getroffen hat. Die 31-Jährige aus der Steiermark singt und schreibt ihre Songs nicht nur, sondern produziert sie auch selber. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Soloalbum "Evolution" - in Eigenregie. Mit dem Lied "Limits" will sie Österreichs ESC-Bilanz positiv weiterführen.


10. Kroatien

Mit weißen Engelsflügeln und beeindruckender Stimme hat der Casting-Star Roko Blažević die kroatische Vorentscheidung "Dora" für sich entschieden und vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv. Die dramatische Ballade "The Dream" von Jacques Houdek (2017 in Kiew), Andrea Čubrić und "Rise Like A Phoenix“-Texter Charlie Mason erhielt die Höchstpunktzahl von Regionaljurys und Zuschauern. Der 18-jährige Sänger war als Sieger der dritten Staffel der Kinder- und Jugend-Castingshow "Pinkove zvezdice" (Rosa Sterne) einem breiten Publikum in Kroatien bekannt geworden.


11. Malta

Mit dem Song "Chameleon" tritt Michela für Malta beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv an. Eigenschaften eines Chamäleons scheint auch die junge Malteserin zu besitzen: Die völlig unbekannte Studentin begeistert beim maltesischen Vorentscheid "X Factor Malta" mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrem selbstbewusstem Auftreten. Im finalen Duell gegen ihren Casting-Kollegen Owen Leuellen traut sie sich an Lady Gagas "Shallow" - und überzeugt. Die 18-Jährige von der kleinen maltesischen Insel Gozo ist Sängerin aus Leidenschaft: "Ich bin nur ein durchschnittlicher Teenager, aber wenn ich beginne zu singen, ist es, als ob meine Stimmen meine ganzes Sein übernimmt. Aretha Franklin hat mal gesagt, dass man Soul mit dem ganzen Körper singt. Ich weiß genau, was sie meint."


12. Litauen

Jurij Veklenko ist Litauens Hoffnung beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Mit dem Popsong "Run With The Lions" kann der 29-Jährige beim litauischen Vorentscheid sowohl Jury als auch Zuschauer überzeugen, nachdem er 2012 und 2014 gescheitert ist. Geschrieben haben den Song Ashley Hicklin, Eric Lumiere und Pele Loriano. Hicklin hat bereits ESC-Erfahrung: Sie ist verantwortlich für "Me And My Guitar" von Tom Dice, Belgiens Kandidat 2010 in Oslo.


13. Russland

Nomen est omen: Sergey bedeutet auf Deutsch "der Große". Russland geht nach 2016 wieder auf Nummer sicher - und schickt Superstar Sergey Lazarev 2019 erneut zum Eurovision Song Contest, diesmal nach Israel. Mit dem Popsong "You Are The Only One" schrammte Mitfavorit Lazarev in Stockholm nur knapp am Sieg vorbei. Hinter Jamala aus der Ukraine und der Australierin Dami Im belegte er mit 491 Stimmen den dritten Platz. Schafft es der 35-jährige Moskauer sich in Tel Aviv endlich eine Krone aufzusetzen?


14. Albanien

Sängerin und Moderatorin Jonida Maliqi hat das 57. Festivali i Këngës, den albanischen Vorentscheid, für sich entscheiden. Die 36-Jährige gewinnt die Jurywertung unerwartet knapp mit dem dramatischen Titel "Ktheju tokës" (Kehre zurück in dein Land) und darf ihre Heimat beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv vertreten. Musik und Text stammen von Eriona Rushiti und entfalten rhythmisch und gesanglich eine geradezu hypnotische Wirkung - auch dank der albanischen Sprache, die in dem Song ihren ganz besonderen Reiz entfaltet. Für Tel Aviv wird das Arrangement noch einmal überarbeitet - verantwortlich dafür zeichnet Enis Mullaj.


15. Norwegen

Die drei Musiker Tom Hugo, Fred Buljo und Alexandra Rotan kannten einander vorher nicht, jetzt haben sie den norwegischen Melodi Grand Prix gewonnen. Ihren Europop-Titel "Spirit in the Sky" haben sie gemeinsam mit dem Finnen Henrik Tala und dem Schweden Alex Olsson geschrieben. Tom Hugo und Alexandra Rotan hatten zuvor schon mehrmals versucht an der nationalen Vorentscheidung teilzunehmen, der samische Rapper Buljo hatte dagegen bislang keine Berührungspunkte mit dem ESC. Erst als ihn Hugo und dessen Ehemann Olsson ansprachen, um ein Lied über den Kampf für Gleichstellung in der Geschichte zu schreiben, stellte er sich für das Projekt zur Verfügung.


16. Niederlande

Die Niederlande schicken beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv den 24-jährigen Duncan Laurence ins Rennen. Nach den Auftritten mehrerer bekannterer Gruppen in den vergangenen Jahren hat sich die niederländische Fernsehanstalt Avrotros bei ihrer 60. Teilnahme am ESC nun für einen eher unbekannten jungen Künstler entschieden. Seit dem 7. März steht auch der Titel für den Musikwettbewerb fest: "Arcade". Den Song hat Laurence selbst geschrieben, unterstützt haben ihn dabei die Songwriter Joel Sjöö aus Schweden und Wouter Hardy aus den Niederlanden.


17. Nordmazedonien

Kurz nachdem das griechische Parlament die Umbenennung der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien in Nordmazedonien gebilligt hat, hat das nordmazedonische Fernsehen Tamara Todevska als Teilnehmerin für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv bekannt gegeben. Die 33-jährige Sängerin ist unter ESC-Fans keine Unbekannte: 2008 in Belgrad vertrat sie ihr Heimatland gemeinsam mit Rade Vrchakovski und Adrian Gaxha und dem Titel "Let Me Love You", verfehlte damit allerdings knapp die Finalqualifikation. 2014 in Kopenhagen unterstützte sie ihre Schwester Tijana Dapčević als Chorsängerin auf der Bühne. Der Song "To The Sky" schaffte es allerdings ebenfalls nicht ins Finale.


18. Aserbaidschan

Stark, unnachgiebig und mutig: Dafür steht der Name Chingiz. Darüber hinaus bedeutet er auch Meer oder Ozean. Und Wasser scheint das Element des 28-Jährigen aus Aserbaidschan zu sein. Sowohl im Video zum Song "Truth" als auch bei der Aufnahme seines Porträts für den Eurovision Song Contest in Israel taucht der Sänger ins kühle Nass ab. Diese als "Postcard" bezeichnete Vorstellung dient dazu, den Sänger aus Baku an den Showabenden persönlich näher kennenzulernen - zunächst im zweiten Halbfinale am 16. Mai. Dort startet Chingiz als Letzter, kann also mit einem mutigen Auftritt einen starken, bleibenden Eindruck bei Jury und Televotern hinterlassen.


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