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Erster Charakter in einer Disney-Serie outet sich als schwul!

Historisch 
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US-Schauspieler Joshua Rush© joshuarush / Instagram
Es ist ein Meilenstein für die US-amerikanischen Fernsehbranche und die LGBTQ-Community: In der TV-Serie "Story of Andi" sagte einer der jungen ProtagonistInnen einen Satz, den es noch nie zuvor in einem Format des Disney Channels zu hören gab.
"Story of Andi" ist eine US-amerikanische Serie, die sich um das Leben einer kleinen TeenagerInnen-Clique dreht. Es handelt sich um die erste Produktion des Disney Channels mit einem homosexuellen Hauptcharakter. Geoutet hatte sich Cyrus Goodman, gespielt von Joshua Rush, darin bereits in einer Folge im vergangenen Jahr, trotzdem kam es erst jetzt zu einem denkwürdigen Debüt.

Disney Channels erste homosexuelle Serienfigur

In der aktuellen Folge des Formates schrieb der Schauspieler Geschichte, als er in seiner Rolle die Worte "Ich bin schwul" sagte. Noch nie zuvor hat es das in einer Serie des Disney Channels gegeben. Für sein Gegenüber war das Ganze allerdings weniger überraschend und außergewöhnlich. Sein Serienkumpel Jonah Beck, gespielt von Asher Angel, antwortete mit einem schlichten "Ja? Cool".

Fans der Serie zeigten sich begeistert. Ein junger Nutzer twitterte: "Ich bin immer noch schockiert, dass Disney Channel wirklich das Wort schwul benutzt hat. Cyrus Goodman sagte 'Ich bin schwul'. Das ist so wunderschön und wichtig und wir brauchen mehr davon." Ein anderer kommentierte: "Junge, Junge. Cyrus hat sich bei #AndiMack gerade gegenüber Jonah geoutet. Ein wirkliches Coming-out, bei dem das Wort schwul benutzt wurde. Und es wurde so einfach dargestellt, wie es sein sollte. Noch einmal, diese Show hilft Grenzen für das Kinderfernsehen zu brechen."


Fokus auf Diversität

Auch für den Schauspieler selbst war es eine ganze besondere Szene. "Ich denke, Andi Mack ist so wundervoll, nicht weil es divers ist, sondern weil es Diversität normal macht", erklärte Rush bei "Good Morning America". Die Rolle zu spielen sei eines der lustigsten Dinge, die er jemals getan habe. "Jüdisch zu sein, 14 zu sein, in der Mittelstufe zu sein, diese kleine Gruppe von FreundInnen zu haben und schwul zu sein, das sind alles Teile seines Charakters", so Rush.

Jonathan Hurwitz, der das Skript der besagten Folge schrieb, ließ sich laut "Glaad" von seiner Vergangenheit inspirieren. Im AutorInnenraum sprach er über seine persönliche Erfahrung, als er sich 2010 vor einem Collegefreund outete, der damals auch lediglich mit einem "cool" reagierte. Fast schon verwundert von dieser gleichgültigen Antwort, realisierte Hurwitz, dass seine FreundInnen und Familie ihn uneingeschränkt liebten, bevor er selbst gelernt hatte, sich zu lieben. Erfahrungen, die viele junge Menschen weltweit machen, denen die Serie nun Mut und Unterstützung geben kann.
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  • Nice wieso gibt es sowas net bei uns es würden viel mehr darüber nach denken sich zu outen und viele würden das als normal ansehen.