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Der multiple Orgasmus

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Es ist der Traum eines jeden Mannes: Mehrfach hintereinander kommen und nicht nach dem ersten Orgasmus schon schlapp machen. Die männliche Sexualität ist vielfältiger als bisher angenommen wurde.
Ein Mann genießt seinen Körper fantasievoller und intensiver als ihm bislang zugeschrieben wurde. Viele Männer befriedigen sich lieber alleine als im Beisein eines Partners. Wie die Lust des Mannes erlebt wird, hängt von vielen Faktoren ab: der Laune, dem Partner, dem Vorhandensein oder der Abwesenheit von Sorgen und Stress, der eigenen Einstellung zum Sex.

Die sexuelle Erregung kann auch durch eine psychische Stimulierung hervorgerufen werden. Darunter fallen visuelle Reize, durch Träume, die eigene Vorstellungskraft und durch sexuelle Fantasien. Eine Abgrenzung, ob die körperliche oder die psychische Stimulierung die normalere sei, gibt es nicht. In den meisten Fällen vermischen sich psychische und körperliche Stimulierung.

Die beiden bekannten amerikanischen Sexualforscher William H. Masters und Virginia E. Johnson haben im Jahr 1970 zum ersten Mal die anatomischen und physiologischen Reaktionen des Menschen auf sexuelle Stimulierung ausführlich beschrieben. Sie schaffen den Begriff vom sexuellen Reaktions-Zyklus, welcher die körperlichen Veränderungen beim Mann beschreibt.

Die Erregungsphase
In der Erregungsphase wird der Penis des Mannes steif und der er beginnt eine Lubrikationsflüssigkeit (Lusttröpfchen) auszusondern, welche die Bewegung der Vorhaut über die Eichel verbessert. Die Hoden nehmen an Größe zu und werden angehoben. Außerdem schwillt die Eichel an. Der Blutdruck und die Atemfrequenz der Sexualpartner steigen an. Die Atmung wird tiefer. Die Erregungsphase kann einige Minuten bis zu einer Stunde oder länger anhalten. Je länger die Phase der Erregung anhält, desto intensiver wird der Orgasmus des Mannes sein.

Die Plateuphase
Erst in der Plateauphase erreicht die sexuelle Spannung ein Intensität, aus der heraus es zum Orgasmus kommen kann. Dabei wird die Muskelanspannung gesteigert. Puls und Blutdruck steigen weiter an bis zum Point of no return. Der Punkt ohne Rückkehr ist der Zeitpunkt, an dem es unmöglich wird, den Orgasmus weiter zurückzuhalten. Ist dieser Punkt erreicht, gibt es kein zurück mehr. In untrainiertem Zustand kann nun kaum noch etwas beeinflusst werden. Dieser Punkt liegt bei jedem Menschen auf einem anderen Niveau.

Die Orgasmusphase
Die nächste Phase des sexuellen Erregungszyklus ist der Orgasmus. Das ist der Höhepunkt der sexuellen Erregung. Die Muskeln ziehen sich meistens unkontrollierbar zusammen. Der Rauschzustand des Orgasmus wird empfunden. Im Normalfall findet nun die Ejakulation statt. Es gibt einen Unterschied zwischen Ejakulation und Orgasmus. Wir sind so daran gewöhnt, dass die beiden Hand in Hand gehen, dass die meisten Männer niemals die Möglichkeit erforschen, dass sie nicht unbedingt zusammen auftreten müssen. Auch Männer können multiple Orgasmen haben.

Die Rückbildungsphase
In der finalen Rückbildungsphase kehrt der Körper zur normalen Herz-Kreislauf-Funktion zurück. Der Blutdruck und die Atmung werden wieder auf Normalwerte reguliert dabei kommt es zu Müdigkeitsgefühlen. Der Penis beginnt schlaff zu werden und die Hoden sinken ab. Nach einem Orgasmus brauchen die meisten Männer eine Erholungsphase, die einige Minuten oder länger, mit zunehmendem Alter auch mehrere Tage, dauern kann.

Der Orgasmus
Wenn man Männer und Sex hört, scheint alles selbstverständlich und klar zu sein. Wissen wir wirklich, was männliche Sexualität ist? Was ist angeboren, was antrainiert? Die männliche Sexualität umfasst auf jeden Fall mehr als die unaufhürliche Sehnsucht nach Eindringen und Zustoßen.
Daher ist auch der männliche Orgasmus weitaus vielschichtiger und komplexer als bisher angenommen wurde. Der Orgasmus ist beim Mann nicht gleich Orgasmus. Dabei gibt es Unterschiede in Qualität, Intensität und individueller Wahrnehmung.



Orgasmus ist nicht Ejakulation
Da in den Hoden kontinuierlich Sperma produziert wird, käme es zum Samenstau oder ungewollten nächtlichem Orgasmus, würde man sich nicht vorher entsprechend entleeren. Daher gibt es eine Technik, das Sperma abfließen zu lassen, ohne den Orgasmus eintreten zu lassen. Es bedarf einiger Übung und großer Körperkontrolle, weil der Point-of-no-Return genau erwischt werden muss - Millisekunden vorher durch totale Muskelentspannung.

Sobald das Sperma nur heraus fließt, hat der Mann einen Samenerguss ohne Orgasmus. Spritzt es jedoch in erkennbaren Schüben, hängt der Samenerguss mit einem Orgasmus zusammen. Der Mann ist nach dem Samenerguss genauso geil, wie vorher. Dabei verliert der Penis nicht an Größe oder ist arg berührungsempfindlich. Der Geschlechtsverkehr kann in so einer Situation ganz normal fortgesetzt werden.
Mit einer gegensätzlichen Technik ist es für den Mann möglich, einen Orgasmus ohne Samenerguss zu haben!

Wenn man den PC-Muskel während des Orgasmus anspannt, kann man den Samenerguss unterbinden. Dazu ist aber ein richtiges und mindestens monatelanges Körpertraining notwendig, da der PC-Muskel so kräftig ausgebildet sein muss, dass er den Samenfluss trotz Orgasmus verhindert.

Welche der beiden Techniken besser ist Samenerguss ohne Orgasmus, oder Orgasmus ohne Samenerguss das mag dahin gestellt sein. Aber es ist sicher nicht nachteilig, beide Techniken zu beherrschen.

Was ist der PC-Muskel?
Der lateinische Name des PC-Muskels Musculus pubococcygeus bedeutet übersetzt etwa Schambein-Steißbein-Muskel. Der Muskel war ursprünglich zum Heranziehen oder Anlegen des Schwanzes nötig. Andere Tiere wie zum Beispiel Hunde verwenden ihn zum Schwanzwedeln.

Die Position des PC kann leicht erkannt werden, denn es handelt sich dabei um jenen Muskel, mit dem das Urinieren unterbrochen werden kann. Wie jeder andere Muskel kann der PC-Muskel ebenfalls durch bewusstes Anspannen und Trainieren kontrolliert werden. Das Trainieren des PCMuskels erhöht die sexuelle Gefühlsintensität.
Bei korrekter Beherrschung des PC-Muskels ermöglicht er dem Mann, eine Ejakulation hinauszuzögern oder zu verhindern. Dadurch kann dieser multiple Orgasmen erleben.



Multiorgasmus durch Injakulation
Von Injakulation spricht man, wenn beim männlichen Orgasmus die Ejakulation verhindert wird. Dafür gibt es zwei Techniken. Einerseits die Fingerdruckmethode und andererseits die Muskelanspannungsmethode. Um den Samenausstoß beim Geschlechtsverkehr zu verhindern ist es notwendig den PC-Muskel der die Prostata umschließt und den Harnleiter unterbricht, rechtzeitig vor der Ejakulationsphase anzuspannen.

Der Hauptnutzen einer Injakulation liegt in der Trennung von Orgasmus und Ejakulation. Die mit der Ejakulation verbundene Refraktärphase tritt nicht auf und die Erektion bleibt erhalten. Dies ermöglicht Männern multiple Orgasmen zu erleben. Denn das Liebesspiel kann mit gesteigertem Lustgefühl fortgesetzt werden.

Fingerdruckmethode
Die exakte Position liegt am Damm, zwischen Hodensack und Anus. Durch einen Druck auf den Punkt vor dem Stimulationshöhepunkt, wird der Samenleitereingang vor der Harnröhre abgedrückt, sodass das Sperma nicht in diese entweichen kann. Jeder Mann kann die Samenstränge fühlen, wenn er gegen das dahinter liegende Schambein drückt.

Der Samen, der von den Hoden bereitgestellt wird und sich mit der Prostata-Flüssigkeit vermischt, wird durch die Samenleiter in Richtung Penisspitze gepumpt. Bevor die Prostata zum ersten Mal zuckt und zu pumpen beginnt, muss der Punkt mit den Fingern fest und vor allem lang genug gedrückt werden - mindestens 30 Sek. lang.
Ist der Druck zu schwach oder es wird zu schnell locker gelassen, kann die Prostata mit einem letzten Pumpvorgang doch noch das Ejakulat herausschleudern und der eigentliche Versuch ist gescheitert.

Wird der Druckpunkt nicht genau getroffen, kann das Sperma über den hinteren Teil der Harnröhre rückwärts in die Harnblase spritzen, was sich beim nächsten Wasserlassen durch getrübten Urin äußert. Gesundheitliche Bedenken sind nicht nötig.



Muskelanspannungs-Methode
Wichtig ist hierbei die Stärkung des Muskels, mit dem du auch deinen Strahl beim Urinieren unterbrechen bzw. nach dem Urinieren auch noch den letzten Tropfen herauspressen würdest. Ziehe den entsprechenden Muskeln jeweils vierzig Mal zusammen und lass ihn wieder los. Bauch- und Beinmuskeln bleiben entspannt und sollten möglichst nicht einbezogen werden. Sobald du es schaffst, nur mit den richtigen Muskelgruppen zu arbeiten, steigere die Anzahl der Spannungen bis auf achzig.

Wenn du dann später die achzig Kontraktionen schaffst, solltest du die Übung verändern. Spanne die Muskeln an, halte die Spannung für zwei bis drei Sekunden, und lasse dann ganz langsam locker. Lockere so lange, bis du völlig entspannt bist. Starte diesmal bei zwanzig Ausführungen und steigere bis auf mindestens fünfzig Kontraktionen. Nach kurzer Zeit wird diese Übung quasi von alleine gehen. Du kannst die Übungen dann zum Beispiel beim täglichen Zeitunglesen, Busfahren oder Fernsehen üben.

Diese Übung solltest du am besten täglich durchführen. übe erst einige Wochen, bevor du eine Erwartungshaltung aufbaust. Durch diese Übung steigt die Empfindungsfähigkeit im Beckenbodenbereich erheblich - eine Grundvoraussetzung für den multiplen Orgasmus beim Mann.

Für den multiplen Orgasmus ist es ganz wichtig, das du die Muskelanspannung zur richtigen Zeit durchführst. Dies kannst du nur mit viel Übung und Sex herausfinden.
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  • Also Orgasmus ohne Ejakulation klappt schon ganz gut (mit Fingerdruckmethode), ohne dass sperma austritt.
    Aber umgekehrt (Ejaktulation ohne Orgasmus) hab ich noch nie geschafft. Vlt. kennt irgendwer Tricks oder praktiziert diese Methode erfolgreich ...