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Blutsfreundschaft

Drama/Satire 
iboys.at
© Filmgalerie 451 (AL!VE)
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Auf den Straßen Wiens hetzt eine Nazi-Partei gegen Neger und Schwule. Der 16-jährige Alex gerät in die Fänge der rechten Schläger und muss untertauchen. Ein alter Mann mit dunkler Vergangenheit nimmt ihn bei sich auf. Langsam kommen der Alte und der Junge einander näher…
In Österreich wird dieser Themenbereich - obwohl er gerade hier so seltsame Blüten treibt - gern unter den Tisch gekehrt. Als Mitglied der Fassbinder-Familie lässt den Regisseur Österreichs sonderbarer Umgang mit dem rechten Rand nicht kalt. Der 16-jährige Axel gehört einer Neonaziclique an und überfällt eine soziale Einrichtung.

Er schlüpft bei dem 80-jährigen Wäschereibesitzer Tritzinsky (gespielt von Helmut Berger) unter. Dieser deckt den Burschen, weil er ihn an seine große Liebe erinnert, die er in der NS-Zeit an die Gestapo verraten hat. Tritzinsky ist hin- und hergerissen zwischen Trieb und seinen antinazistischen Einstellungen. Und Axels »Freunde« sehen den Kontakt zwischen dem alten Nazigegner und ihrem Spezi gar nicht gern.
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Peter Kern schrieb und inszenierte nach einer Idee von F.M. Reifenberg das Polit-Drama Blutsfreunschaft. In der österreichischen Produktion, die Themen wie Homosexualität, Homophobie und Rechtsradikalismus behandelt, spielt Helmut Berger die Hauptrolle des 80-jähirgen homosexuellen Gustav Tritzinsky. Berger spielte große Rollen, darunter die des "Märchenkönigs" Ludwig II im gleichnamigen Film. Eine kleinere Rolle hatte er u.a. in Francis Ford Coppolas letztem Teil der Der Pate-Trilogie.

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