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Aus der Haut

Packendes Coming-out zur Primetime 
iboys.at
© ARD
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Ein packender, unterhaltsamer und bewegender Coming-out Film, der so manchem jungen Schwulen und seinen Eltern, die sich in einer ähnlicher Situation befinden, ein wenig helfen kann. Denn er ist ein gelungenes Plädoyer, zu sich selbst zu stehen und sein Leben zu leben.
Das anstrengendste, liebenswerteste, unberechenbarste Kind der Welt kommt jetzt fast völlig alleine zurecht. Es wird auch Zeit. Jahrelang hat Mutter Susann für ihren 17-jährigen Sohn Milan die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt. Jetzt hat sie sich ihren Traum von einer eigenen Arztpraxis erfüllt. Ihr Mann Gustav fühlt sich hingegen in seinem Architektenjob plötzlich unterfordert. Möbelrücken im Herzen der Familie, die Statik verändert sich.
Dann aber baut Milan einen schlimmen Unfall mit dem Wagen seines Vaters und mit 1,7 Promille im Blut. Was sich wie ein aufflammendes postpubertäres Milan-Chaos anfühlt, entpuppt sich als Selbstmordversuch. Den Grund kennt nur er selbst: Im betrunkenen Überschwang hat Milan seinen besten Freund Christoph geküsst und damit sein Innerstes offenbart.

Milan ist schwul. Erst eine Affäre mit dem älteren Fotografen Harro gibt Milan die Kraft, es seinen Eltern zu sagen. Susann und Gustav fällt es wie Schuppen von den Augen. Milan ist schwul und endlich normal!

Gustav nutzt die Chance und tritt einen neuen Job in Berlin an. Susann nimmt ihm seine einsame Entscheidung übel und setzt in einer Trotzreaktion ihre Ehe aufs Spiel. Milans neue Liebe wird enttäuscht. Aber er findet neue Energie auf der Suche nach seiner sexuellen Identität. Dabei wird die Familie vor ganz neue Aufgaben gestellt.
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