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Das schwule Magazin aus Österreich mit Nachrichten und Videos zum Thema Gay, Coming-out, Liebe, Sex, Party, Kino, Schwul, Bücher und Ratgeber

Asphalt-Cowboy

Dustin Hoffman als schwuler Kleinkrimineller 
iboys.at
© BR
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Joe Buck ist ein liebenswerter Vollpfosten aus der texanischen Provinz. Als ihm die Tellerwäscherei endgültig zum Hals heraushängt, schmeisst er den Job und besteigt den Greyhound Bus nach New York City.
Dort, so hofft der naive Sonnyboy, werden die gelangweilten Hausfrauen Schlange stehen, wenn er als «Mann für gewisse Stunden» erst einmal den Ruf, ein extra wilder Hengst zu sein, erlangt habe. Doch statt Dollars zu verdienen, rinnt dem naiv-selbstbewussten Texaner aufgrund seiner linkischen Art die Kohle durch die Finger. Abgebrannt trifft Joe schliesslich auf den Kleinganoven «Ratso» Rizzo (Dustin Hoffman).

Dieser knöpft Joe mit wertlosen Informationen dessen letzte Dollars ab und verschwindet darauf spurlos. Versuche Joes, sich im Kreise homosexueller Freier anzubieten, schlagen ebenfalls fehl, und bald driftet das Provinzgemüt ohne Bleibe, abgerissen und vom Hunger geplagt durch die Stadt. Als er per Zufall wieder auf Ratso trifft, nimmt er, statt ihn wie geplant zu verprügeln, dessen Hilfe an und zieht mit ihm in dessen kalte, schmutzige Behausung in einem Abbruchhaus.

Joe und Rizzo ziehen fortan gemeinsam durch New York und träumen gleichzeitig davon, sich nach Florida abzusetzen. Joe ist sich sicher, dort besser bei den Frauen landen zu können, und hofft, dass das warme Klima dem inzwischen schwer erkrankten Ratso Linderung verschaffen werde.
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